AK Grüner Wasserstoff

Hier bekommt Wasserstoff Flügel

Die Ulmer Wasserstofflotsen, das WBZU Ulm und das Institut für Energiewandlung und -speicherung der Universität Ulm führten am 15. Januar 2026 gemeinsam mit dem Chemie-Leistungskurs des Albert-Einstein-Gymnasiums Wiblingen einen ganztägigen Projekttag zum Thema Grüner Wasserstoff durch. Ziel der Veranstaltung war es, den zwölf Schülern einen umfassenden und praxisnahen Einblick in zentrale Technologien der Wasserstoffwirtschaft zu geben.

Zu Beginn erhielten die Abiturienten einen grundlegenden Vortrag zu Wasserstoff, seiner Herstellung, Lagerung und seinem Transport. Zudem wurde die Funktionsweise von Brennstoffzellen erläutert. Ein weiterer Themenblock befasste sich mit grünem Stahl, der mit grünem Wasserstoff CO2 – frei hergestellt wird.

Wie bestimmt man den Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle – die Köpfe rauchen!

In eigenen Experimenten bestimmten die Schüler die Zersetzungsspannung von Wasser und analysierten den Wirkungsgrad einer PEM-Brennstoffzelle. Ein weiteres praktisches Highlight war die Möglichkeit, ein Brennstoffzellen-Modellauto zu betreiben und die Umsetzung chemischer Energie in Bewegung unmittelbar zu erleben.

Bei der Laborführung am WBZU wurde eine weitere Brennstoffzelle in Aktion vorgeführt, und die Schüler konnten Wasserstofftanks und Brennstoffzellen-Modelle aus dem Automobilsektor sehen. Anschaulich demonstrierte Dr. Sihler den sicheren Umgang mit einer Wasserstoffflamme und zeigte den Schülern eine eindrucksvolle Knallgasreaktion, bei der eine Dose durch die Luft flog.

Auch am Nachmittag lag der Schwerpunkt auf dem Fliegen: Die Gruppe besuchte das Institut für Energiewandlung und -speicherung der Universität Ulm. Dort stellte Frau Dr. Bauer den Abiturienten unter anderem aktuelle Forschungsarbeiten zum Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen im Regionalluftverkehr vor. Eine Laborführung im Institut vertiefte diese Einblicke in modernste Energiewandlungs- und Speichersysteme.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche fachliche Fragen. Besonders positiv empfanden die Teilnehmer die Verbindung von theoretischen Grundlagen, experimenteller Praxis und industriellen Anwendungsfeldern.